Inhalt
News
Archiv 2012
Archiv 2011
Archiv 2010
Archiv 2009
Archiv 2008
Archiv 2007
Archiv 2006
Archiv 2005
Archiv 2004
Lausitzring 09/2004
Oschersleben 10/2004
Spa 07/2004
Oschersleben 09/2004
Nürburgring 08/2004
Sachsenring 08/2004
Salzburgring 07/2004
Nürburgring 06/2004
Oschersleben 05/2004
13.12.2004
24.08.2004
08.06.2004
03.05.2004
11.03.2004
Archiv 2003
Fotos
Presseservice
Sponsoring
Impressum

DPM: Marc Hennerici verteidigt Tabellenführung

Herausragende fahrerische Leistungen des BMW-Piloten trotz technischer Probleme

Beim Gaststart der DMSB-Produktionswagenmeisterschaft (DPM), bei der Europäischen Tourenwagenmeisterschaft (ETCC) in Spa/Francorchamps vom 29.-30. Juli 2004, konnte der junge Mayener BMW-Pilot Marc Hennerici trotz technischer Probleme durch herausragende fahrerische Leistungen die Tabellenführung verteidigen.

Zunächst war für gute Laune gesorgt: Hennerici (22) reiste als Tabellenführer an, die Sonne strahlte über Spa – Francorchamps und 150.000 Zuschauer umrahmten die Rennstrecke zu einer großartigen Kulisse.


Schon die ersten freien Trainings zeigten, daß die Rennstrecke äußert anspruchsvoll ist und die Piloten im Vorteil sah, die bereits über sehr gute Streckenkenntnisse verfügten. So war es zunächst keine Überraschung, daß die Vorjahressiegerin Claudia Hürtgen sowie Tourenwagen-Ass-Thommy Winkelhock in ihren Rundenzeiten deutlich vor dem Newcomer aus Mayen lagen.

Hennerici lernte die Strecke jedoch immer besser kennen und konnte sich von Testlauf zu Testlauf steigern. Schließlich fuhr er – die viertschnellste Zeit im Qualifying am Freitag. In der Nacht zum Samstag wurde in langen Diskussionen innerhalb des Wiechers-Sport-Teams, die Fahrwerksabstimmung nochmals verfeinert, sodaß es dem jungem BMW-Piloten im Warm-Up am Samstag gelang, nahezu gleiche Rundenzeiten wie Claudia Hürtgen und Thommy Winkelhock zu fahren.


Daß eine gute Mechanikerleistung, eine feinfühlige Fahrwerksabstimmung und herausragendes fahrerisches Können jedoch nicht immer ausreichend sind, um das Rennglück auf seiner Seite zu wissen, mußte Hennerici sodann im ersten Sprintrennen erfahren: Aus der zweiten Startreihe kommend, gelang es ihm zwar, den vor ihm liegenden Ford-Piloten Michael Funke sowie Vorjahresmeisterin Claudia Hürtgen zu überholen. Doch schon in der dritten Kurve platzte Hennerici bei relativ hoher Kurvengeschwindigkeit der linke Hinterreifen. Es gelang ihm das Fahrzeug abzufangen und an die Box zu fahren. Allerdings konnte er aufgrund dieser Zeitverzögerung nicht mehr zur Spitze aufzuschließen, war jedoch froh über die Punkteausbeute als Achter des ersten Rennens.

Daß ein Unglück selten allein kommt, mußte Hennerici sodann zur Kenntnis nehmen: Vermutlich auf Grund starker Vibrationen, war einer der Auspuffkrümmer seines Sechs-Zylinder-Motors gebrochen, sodaß dieser vor allem bei niedrigeren Drehzahlen keine volle Leistung mehr bringen konnte. Zudem bestand die Gefahr eines irreparablen Motorschadens. Gleichwohl entschied man sich, Hennerici wieder auf die Strecke zu schicken, hätte ein Totalausfall doch die Verteidigung der Tabellenführung unmöglich gemacht.


Durch einen brillianten Start konnte Hennerici zu Beginn des zweiten Laufes mehrere vor ihm liegenden Fahrzeuge überholen und durch eine Fahrt nahe der Ideallinie schließlich noch auf einen guten vierten Platz vorrücken. Diese beachtliche Leistung fand später die Würdigung durch Rennlegende Hans-Joachim Stuck, der die furiose Fahrweise des Mayeners lobte.

Zwar war die Enttäuschung über die zahlreichen technischen Pannen – bereits im freien Training mußte das Rennauto von Hennerici wegen eines Differentialschadens abgestellt werden, das Ersatz-Differential war nach dem Qualifying ebenfalls defekt – groß, doch die Erleichterung überwog: Der Rookie hatte sein Fahrzeug aus den brisanten Duellen verschiedener Werksfahrer der ETCC herausgehalten und so das Material für die verbleibende Saison geschont. Marc Hennerici: “Ich bin froh, daß ich nicht wie Franz Engstler von einem ETCC – Piloten abgeschossen worden bin. Da ich Spa auch als knapper Tabellenführer verlassen kann, bin ich trotz der vielen technischen Probleme mit dem Wochenende zufrieden.“ Die Crew von mo-we-ko Motorsport Management, Koblenz, die Hennerici sponsort und coached, sah dies ähnlich: “Unser Dank gilt vor allem dem Teamchef von Wiechers-Sport, Thomas Schiemann, der es mit seinen Mechanikern fertig gebracht hat, innerhalb von nur 20 Minuten das defekte Differential durch ein neues zu ersetzen. Normalerweise braucht man hierfür zwischen einer halben und einer ganzen Stunde. Ohne diesen Speed der Wiechers-Truppe wäre eine Teilnahme am Rennen nicht mehr möglich gewesen,“ so mo-we-ko Geschäftsführer Dr. Koch.

Marc Hennerici hofft nun, beim nächsten Lauf zur DPM auf dem Sachsenring vom 13.-15.August 2004 sein Punktekonto wieder vergrößern zu können. Hennerici: “Die Strecke liegt mir. Ich kenne sie aus meiner ehemaligen Formel BMW-ADAC – Zeit“.


26.06.2014 +++ 24-Stunden-Rennen am Nürburgring 2014 +++ Top-Ergebnis für Marc Hennerici