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DPM: Marc Hennerici verteidigt erneut Tabellenführung

Falsche Reifenwahl verhindert größeren Vorsprung

Der junge BMW-Pilot Marc Hennerici (22), konnte beim 8. und 9. Lauf zur DMSB-Produktionswagenmeisterschaft (DPM) vom 13. bis 15.8.2004 auf dem Sachsenring seinen knappen Vorsprung in der Meisterschaftswertung verteidigen. Eine falsche Reifenwahl im Hauptrennen verhinderte allerdings einen größeren Ausbau seines Punktevorsprunges.


Das Wochenende auf dem Sachsenring begann für den letztjährigen Alfa Cup Sieger, Marc Hennerici, der nunmehr für BMW in der DPM – neben der DTM die wichtigste nationale Tourenwagenserie – startet, verheißungsvoll: Durch eine gute fahrerische Leistung konnte er Platz 3 im Qualifying erreichen und lag nur zwei Zehntel Sekunden hinter seinem Markengefährten Franz Engstler. Diese Leistung ist umso bemerkenswerter, als Hennerici 50 kg zusätzliches Platzierungsgewicht an Bord hatte, während die vor ihm liegenden Michael Funke und Franz Engstler entsprechend leichter auf die Strecke gegangen waren.


Die Zuversicht der Crew von mo-we-ko Motorsport Management, Koblenz, die den jungen Mayener BMW-Piloten sponsort und managed wurde im ersten Rennen am Sonntag, den 15.08.2004 dann auch bestätigt: Der BMW 320i, mit 270 PS bestückt und nur ca. 1100 kg schwer, raste als Zweiter über die Ziellinie. Dabei lagen zwischen dem Sieger Michael Funke und dem jungen Volkswirtschaftsstudenten lediglich eine viertel Wagenlänge.


Allerdings hatte sich Hennerici durch eine Kollision mit dem Ford-Piloten Michael Funke einen Reifenschaden am linken Hinterrad zugezogen. Möglicherweise ausgelöst durch diese Tatsache, einen zweiten Reifenschaden innerhalb von 14 Tagen erlitten zu haben, traf der junge BMW-Pilot eine Entscheidung, die sich später als folgenschwer herausstellen sollte. Er wechselte von den weicheren und schnelleren Reifen auf die härteren aber langsameren Pneus um. Hierbei hegte er die Erwartung, daß die weicheren Reifen über die längere Renndistanz des zweiten Hauptrennens schneller abbauen würden als die härteren Reifen.


Marc Hennerici mußte sodann jedoch erfahren, daß diese Entscheidung falsch war: Seine Rundenzeiten lagen zwischen 1,5 und 3 Sekunden unter denen seiner Konkurrenten und verbesserten sich auch mit zunehmender Renndauer nicht. Zwar konnte er Tourenwagen-Ass Thomas Winkelhock mehrere Runden lang hinter sich halten und fuhr hierbei Kampflinie. Schließlich nützte aber auch dies nichts mehr und er ließ Winkelhock passieren. In diesem Zusammenhang muß vermerkt werden, daß Thomas Winkelhock sich hierbei extrem fair verhielt. Er hätte den Rookie sicherlich auch von der Bahn “kegeln“ können.


Letztlich mußte der junge Mayener mit einem siebten Platz vorlieb nehmen, konnte jedoch seine knappe Tabellenführung vor Thomas Winkelhock und der letztjährigen Meisterin Claudia Hürtgen verteidigen.

Obwohl er im Ziel noch davon ausging, daß Handlingprobleme nach der Kollision mit Ford-Pilot Michael Funke zu dem Leistungsmanko seines Fahrzeuges geführt hatten, mußte Hennerici nach Studium der Rundenzeiten sowie Diskussionen mit Reifenexperten erkennen, daß seine Reifenwahl der maßgebliche Faktor gewesen war. Marc Hennerici: “Ich habe den Fehler gemacht, im Rennen etwas auszuprobieren, was wir nicht ausgetestet hatten. Bei ruhigerer Betrachtungsweise als in der Hektik eines Rennens, hätte ich mich sehr wahrscheinlich ebenso wie alle anderen für die schnelleren, weicheren Reifen entschieden“.


Bei den nächsten Läufen zur DPM vom 27. bis 29.08.2004 auf dem Sprintkurs des Nürburgrings will Hennerici nunmehr erneut Punkte sammeln. Er hofft, daß das Wiechers-Team unter seinem Renn- Ingenieur und Teamchef Thomas Schiemann ihm seinen BMW genauso perfekt vorbereiten wird, wie am Sachsenring. Hennerici jedenfalls ist entschlossen, einmal begangene Fehler auf seiner Hausstrecke nicht zu wiederholen und hofft auf das im Rennsport immer notwendige Quentchen Glück.


26.06.2014 +++ 24-Stunden-Rennen am Nürburgring 2014 +++ Top-Ergebnis für Marc Hennerici