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Glück im Unglück für Marc Hennerici bei spektakulärem Zwischenfall

11.-13.Januar 2006, Dubai

Es hatte alles so fantastisch begonnen bei der Premiere des ersten 24-Stunden-Rennens von Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE). Aber für den Mayener endete der Langstreckenmarathon im Land von Tausend und einer Nacht mit einem Alptraum.


Hennerici hatte den Schubert-BMW 320i in die Pole Position der Zweiliterklasse gefahren. Mit einer Zeit von 2:13,514 Minuten hatten sich Hennerici sowie Claudia Hürtgen, Torsten Schubert, Richard Göransson und Thed Björk zudem noch den neunten Startplatz unter 66 teilnehmenden Mannschaften erkämpft und damit die Favoritenrolle des Teams eindrucksvoll bestätigt.


Vom Start weg kämpfte sich das Quintett bei leichtem Sandsturm und 33 Grad in Schatten kontinuierlich nach vorne. Nach einer Stunde wurde der siebte Gesamtplatz notiert. 60 Minuten später zeigte der Zeitcomputer beinahe sensationell Platz zwei im Gesamtklassement und die souveräne Führung in der Zweiliterklasse an.


Nach 3:48 Stunden übernahm Hennerici immer noch auf Gesamtplatz zwei liegend planmäßig das Cockpit. Reifenwechsel und Nachtanken wurden vom Schubert-Team schnell und professionell abgewickelt. Der 23-Jährige schaltete wegen der untergehenden Sonne das Licht ein und verschwand am Horizont aus der Augen der Teammitglieder. Die hatten sich gerade in die Box zurückgezogen, als ein Raunen durch die Boxengasse ging. Schwarze Rauchwolken stiegen in den wunderschön rotgefärbten Himmel und noch bevor überhaupt klar war warum, meldete der Kommandostand des Schubert-Teams das Fehlen ihres Schützlings. Bange Minuten vergingen ... doch dann war es Gewissheit. Die Rennleitung vermeldete, im Auto mit der Startnummer 61 sei ein Feuer ausgebrochen, Marc Hennerici aber wohlauf. Große Erleichterung, aber ebenso herbe Enttäuschung: Zwischen diesen beiden Extremen wandelte so manches Teammitglied.


Als Marc Hennerici nach einem kurzen Check beim Rennarzt endlich wieder beim Team auftauchte, wurde schnell klar, was passiert war. „Kurz nachdem ich die Box verlassen habe, ist im hinteren Teil des BMW ein kleines Feuer ausgebrochen. Das habe ich wegen des Fahrtwindes offensichtlich unterschätzt. Ich habe mich dann entschlossen, doch lieber anzuhalten“, erklärte der Volkswirtschaftsstudent seine Entscheidung, nicht die Box anzufahren: „Dadurch ist das Feuer erst richtig ausgebrochen und ich hatte große Mühe, aus dem Cockpit zu klettern.“


Weil sich der Clip vom Sicherheitsnetz auf der Fahrerseite nicht öffnen ließ, löste das beim Tourenwagen-Weltmeister unter den Privatfahrern Panik aus und er schaffte es nur mit Mühe, sich ohne fremde Hilfe selbst in Sicherheit zu bringen.

Eine Ursache für das plötzlich ausbrechende Feuer gibt es konkret noch nicht. Teamchef Torsten Schubert vermutet einen Kurzschluss oder ein Problem mit dem Tanksystem. Ein Totalschaden ist der BMW zwar nicht, aber das Feuer hat vor allem im Heckbereich erheblichen Schaden angerichtet.

„Das ist natürlich sehr schade. Wir waren wie erwartet konkurrenzfähig und lagen schon in einer hervorragenden Position. Aber bei allem Pech hatte ich sicher auch Glück im Unglück, denn die Sache hätte noch ganz anders ausgehen können“, meinte Hennerici, der das spektakuläre Abenteuer im Mittleren Osten sicher nicht so schnell vergessen wird.

Gesamtsieger auf dem mitten in der Wüste angelegten 5,39 km langen Rundkurs im Autodrom von Dubai wurde der frühere Formel-1-Pilot Hans-Joachim Stuck, der bei seinem insgesamt siebten 24-Stunden-Triumph von Dieter Quester, Philipp Peter und Toto Wolff unterstützt wurde.

Fotos: R.Kings

26.06.2014 +++ 24-Stunden-Rennen am Nürburgring 2014 +++ Top-Ergebnis für Marc Hennerici