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Toller Einstand von Marc Hennerici in der Tourenwagen-WM

Besser hätte das Debüt von Marc Hennerici in der vom Automobil-Weltverband wieder neu ins Leben gerufenen Tourenwagen-Weltmeisterschaft (WTCC) nicht verlaufen können. Bei der WM-Premiere im Königlichen Park von Monza in der Nähe von Mailand war der 22-Jährige vor 40 000 Zuschauern in einem von Wiechers Sport eingesetzten BMW 320i überraschend bester Privatfahrer und führt damit auch die FIA-Wertung an.


Der Mayener, der im vergangenen Jahr auf Anhieb den vierten Gesamtrang in der DMSB Produktionswagen-Meisterschaft (DPM) belegt hatte, kannte die schnelle Strecke bisher nur aus dem Fernsehen. Deshalb bereitete er sich auf das für ihn bisher größte Ereignis sehr gewissenhaft vor. Mit einer Play-Station lernte der Student den 5,7 km langen Grand-Prix-Kurs kennen und konnte bereits nach den beiden freien Trainingssitzungen voller Zuversicht dem 30-minütigen Zeittraining entgegen sehen. „Als ich rund zehn Minuten vor Ende des Qualifyings beide Werks-BMW mit Dirk und Jörg Müller aus der Box fahren sah, hab ich meine schnelle Runde sofort abgebrochen und mich in den Windschatten des Duos gehängt. Das hat mir geholfen, die schnellste Zeit unter den Privatfahrern zu erzielen“, freute sich Hennerici über die unverhoffte Hilfe. Mit der Zeit von 2:00,851 Minuten belegte er den 12. Platz unter insgesamt 33 Teilnehmern und ließ dabei sogar alle Werksfahrer von Chevrolet und Ford hinter sich.


Im ersten der beiden Sprintrennen über 52,137 Kilometer hatte der frühere Alfa-Cup-Gewinner einen schlechten Start und dabei gleich mehrere Plätze verloren. „Ich wollte kein unnötiges Risiko eingehen und bin wohl zu vorsichtig an die Sache herangegangen“, meinte Hennerici selbstkritisch, wurde aber später für seine Taktik belohnt, denn nach neun Runden kam er als 13. und bester Privatier ins Ziel.


Auch in Lauf zwei war der Start alles andere als optimal, aber dafür war diesmal Alfa-Werksfahrer Fabrizio Giovanardi verantwortlich. Der Italiener hatte den Motor abgewürgt und war auf seinem Startplatz einfach stehen geblieben. Alle nachfolgenden Piloten mußten blitzschnell reagieren, weil sie sich in der Beschleunigungsphase befanden. „ Das war natürlich auch für mich eine Schrecksekunde, denn ich habe das Auto erst im letzten Moment gesehen“, sagte der Youngster, der reaktionsschnell nach links auswich und über den Grünstreifen den Weg am Alfa vorbei fand. Danach lief es aber umso besser und so konnte Hennerici die verlorenen Plätze beim Start schnell wieder gut machen. Ein sehenswerter Zweikampf mit Seat-Werksfahrer Peter Terting endete erst, als dieser wegen einer Durchfahrtsstrafe die Boxengasse ansteuern mußte. Am Ende stand ein nie für möglich gehaltener 10. Platz zu Buche, für den Hennerici auch von BMW Motorsportdirektor Mario Theissen besonders gelobt wurde. Wieder lagen einige Werksfahrer anderer Hersteller hinter ihm. „Ich bin natürlich überglücklich und danke vor allem mo-we-ko Motorsport Management, Koblenz, welches mir meinen Einsatz bei der WTCC ermöglicht. Das war ein wunderschönes Wochenende mit einem tollen Ergebnis, womit auch im Team vorher niemand gerechnet hat. Alle haben sehr professionell gearbeitet und mir ein perfektes Auto hingestellt“, lobte der Schützling von Teamchef Dieter Wiechers die Mannschaft rund um Teammanager Thomas Schiemann.


Als Lohn darf sich Hennerici über die Führung in der Privatfahrerwertung freuen. Mit der Maximalpunktzahl (20) liegt der BMW-Pilot deutlich vor dem Italiener Alessandro Balzan (Seat/11) sowie Tomas Engström aus Schweden (Honda/8). Weitere neun Piloten aus sieben verschiedenen Ländern folgen auf den weiteren Rängen. BMW-Werksfahrer Dirk Müller (Burbach) im Schnitzer-BMW 320i und der Brite James Thompson im Werks-Alfa Romeo 156 holten sich die beiden Laufsiege. In der WM-Wertung führt Müller dank eines zweiten Platzes in Lauf zwei mit 18 Punkten vor Thompson (12), der im ersten Rennen Siebter geworden war.


Die Läufe drei und vier in der Tourenwagen-WM finden am 1. Mai in Magny-Cours (Frankreich) statt. Eurosport berichtet ab 15:00 Uhr live und das ZDF zeigt ab 17:10 Uhr in der Sportreportage eine Zusammenfassung der beiden Läufe.


26.06.2014 +++ 24-Stunden-Rennen am Nürburgring 2014 +++ Top-Ergebnis für Marc Hennerici