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Marc Hennerici baut Tabellenführung weiter aus

Mit den Läufen drei und vier wurde in Magny-Cours (Frankreich) die zweite Runde der Tourenwagen-Weltmeisterschaft (WTCC) fortgesetzt. An einem heißen Rennsonntag mit Temperaturen von über 30 Grad behielt Marc Hennerici kühlen Kopf und konnte mit einer erneut tadellosen Vorstellung im Wiechers-BMW 320i die Führung in der vom Automobil-Weltverband FIA ausgeschriebenen Privatfahrerwertung ausbauen.


Wie schon beim Saisonauftakt in Monza verfügte der Mayener auch für den „Circuit de Nevers“ über keinerlei Streckenkenntnisse. Nachhilfe holte sich Hennerici bei seinem Hobby „Videospiele“ und lernte so den 4,411 km langen Grand-Prix-Kurs am Computer näher kennen. „Die Strecke ähnelt vom Profil dem Motopark Oschersleben und ist ebenso abwechslungsreich wie anspruchsvoll“, meinte der frühere Alfa-Cup-Gewinner, der nun wusste worauf es ankommt: „Hier braucht man vor allem für die mittelschnellen Passagen ein gutes Setup.“ Deshalb entschied sich die Truppe um Teammanager Thomas Schiemann dazu, in beiden freien Trainingssitzungen gegensätzliche Varianten auszuprobieren und war dabei letztendlich auch zu einem guten Kompromiss gekommen. Leider konnte Hennerici die erarbeitete Performance im
Qualifying nicht umsetzen. Ausgerechnet beim neuen zweiten Reifensatz, mit dem die schnellste Runde gefahren werden sollte, befand sich unglücklicherweise nicht der vorgesehene Luftdruck in den Reifen. Deshalb reichte die mit dem ersten und gebrauchten Reifensatz erzielte Zeit von 1:51,938 Minuten nur zum 20. Startplatz unter insgesamt 33 Teilnehmern sowie Rang 5 unter 16 Privatiers. „Das ist zwar sehr ärgerlich, aber ich habe trotzdem ein gutes Gefühl für die beiden Rennen, denn ohne dieses Problem wäre sogar ein Top-10-Startplatz möglich gewesen“, meinte der 22-jährige.


Diese Einschätzung sollte sich bereits im ersten der beiden Sprintrennen über je 52,93 km als richtig erweisen. Mit einem sehr guten Start konnte Hennerici bereits in der ersten Runde drei Plätze gut machen. „Ich bin voll auf Angriff gefahren und habe sicher auch davon profitiert, dass bei einigen Konkurrenten wegen der großen Hitze die Reifen sehr schnell abgebaut haben“, sagte der Student, der auf seinem Weg nach vorne sogar die früheren Formel-1-Piloten Alessandro Zanardi (BMW) und Nicola Larini (Chevrolet) hinter sich ließ. In der elften und vorletzten Runde übernahm Hennerici nach einem Ausbremsmanöver gegen den schwedischen Markenkollege Carl Rosenblad vor der Passage „Adelaide-Hairpin“ sogar die Führung in der Privatfahrerwertung, die er wie
Rang 13 im Gesamt bis ins Ziel verteidigte. Allerdings musste der talentierte Youngster, der im letzten Jahr lange Zeit überraschend in der DPM dominiert hatte noch eine Schrecksekunde überstehen. Sein Display im Cockpit zeigte ihm ungewöhnlich hohe Getriebetemperaturen an, was zum Glück aber keine negativen Auswirkungen hatte.

Wie in Monza hatte Hennerici in Lauf zwei erneut ein Problem mit Alfa-Werksfahrer Fabrizio Giovanardi. Der Italiener, der ihm schon in Italien beim Start den Weg versperrt hatte, wollte den vor der ersten Kurve verlorenen Platz wieder gut machen und fuhr dem BMW-Piloten einfach ins Heck. Ein Ausflug ins Kiesbett und der letzte Platz waren die Folge. Mit Wut im Bauch stürmte Hennerici nach vorne, lag vier Runden vor Schluss schon wieder an dritter Stelle unter den Privatiers, als die Batteriespannung kurzzeitig zusammenbrach. Dadurch verlor er zwar noch einmal drei Plätze, aber mit einer kämpferisch großartigen Leistung konnte sich Hennerici am Ende sogar noch auf Platz zwei unter den Privatfahrern und Rang 16 im Gesamt verbessern. „Das Wochenende kam wir vor wie eine Achterbahnfahrt. Aber
letztendlich hat sich das Glück doch auf unsere Seite geschlagen und wir können mit den erzielten Ergebnissen mehr als zufrieden sein“, freute sich Hennerici über den Erfolg, mit dem er in der Privatfahrerwertung bei 38 von 40 möglichen Punkten nun bereits 20 Zähler Vorsprung auf Rosenblad hat. Weitere 14 Piloten aus acht verschiedenen Ländern folgen auf den weiteren Rängen. Auch sein Management mo-we-ko Motorsport Koblenz war ebenfalls sehr angetan von Hennericis Leistung: „Insgesamt war es ein gutes Wochenende für unseren Schützling, der für seine Leistung mit einem beachtlichen Vorsprung in der Independents-Trophy belohnt wurde“, sagte Geschäftsführer Dr. Hugo Koch.

Für Dieter Wiechers bedeutete der erneute Erfolg eine Bestätigung des WM-Engagements: „Wir haben nach vier Läufen bereits doppelt so viele Punkte gesammelt wie die Konkurrenz. Das ist die Bestätigung unserer konsequenten und harten Arbeit“, sagte der Teamchef, dessen Mannschaft unter insgesamt 12 Teams überlegen die WM-Tabelle anführt.

BMW-Werksfahrer Jörg Müller (Hückelhoven) gewann im Schnitzer-320i beide Läufe und liegt damit in der Gesamtwertung mit 25 Punkten nur noch vier Zähler hinter seinem Teamkollegen Dirk Müller (Burbach/29), der die Plätze sechs und zwei belegte.

Die Tourenwagen-WM wird am 15. Mai in Silverstone (Großbritannien) mit den Läufen fünf und sechs fortgesetzt. Eurosport berichtet ab 15.00 Uhr live von der Insel und das ZDF zeigt ab 17.10 Uhr in der Sportreportage eine Zusammenfassung der beiden Rennen.

26.06.2014 +++ 24-Stunden-Rennen am Nürburgring 2014 +++ Top-Ergebnis für Marc Hennerici